Samstag, der 27.02, ist durchaus als erfolgreicher Tag für Antifaschist_innen in und um Offenbach/M. festzuhalten.
Der von NPD und JN initiierte „Hessenkongress“ stand schnell einigen Problemen gegenüber, als nämlich vor einigen Tagen bekannt wurde, dass die Nazis das Offenbacher Stadtgebiet oder zumindest den Umkreis als Veranstaltungsort ins Auge gefasst, bzw. geplant hatten, organisierten verschiedenste Gruppen und Einzelpersonen sofort antifaschistischen Widerstand.
So musste zunächst der Schleusepunkt an der Esso-Tankstelle, Sprendlinger Landstraße aufgegeben werden und letztlich blieb den Nazis wohl nichts anderes übrig, als sich ins fast 50km entfernte Büdingen zu verziehen. Wie vermutet nahmen einige Offenbacher Nazis an dem Treffen teil, darunter auch der, für die NPD, im Wahlkreis Offenbach-Stadt antretende Frank Marschner, der sich gemeinsam mit zwei höchst interessanten NPDlern auf den Weg machte.
Aufgrund der schlechten Anbindung und zu späterem Zeitpunkt vorhandener Situation, wurde sich dazu entschlossen nicht nach Büdingen zu fahren und den Nazis, die offensichtlich weiterhin bestehende Unfähigkeit zur Durchführung parteilicher oder anderer politischer Aktivitäten in Offenbach zu bescheinigen.
Im Umkreis Offenbach selber fanden nämlich gleich mehrere antirassistische und antifaschistische Veranstaltungen statt.
An dem antirassistischen Spaziergang in Neu-Isenburg zu dem die Antifa KO aufgerufen hatte, nahmen rund 130 Menschen teil und demonstrierten erfolgreich und entschlossen gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus.(mehr auf indymedia)
Am Aliceplatz in der Offenbacher Innenstadt fanden sich ca. 250 Menschen unterschiedlicher Initiativen und Zusammenhänge ein, um gegen den NPD-Kongress zu demonstrieren und ein Zeichen gegen Nazis zu setzen.
Ob Demo oder Kongress, hier kommt ihr mit eurer Scheiße nicht durch!
Offenbach zum no-go für Nazis machen!